S&P 500, Nasdaq, Dow, DAX, EuroStoxx, Nikkei — sie alle messen „den Markt", aber jeder einen anderen. Der eine ist breit, der andere techlastig, der dritte kursgewichtet, der vierte rechnet Dividenden mit ein. Wer die Eigenheiten kennt, weiß, was ein Indexstand wirklich aussagt. Hier ist der Steckbrief der Wichtigsten.
Bevor man Indizes vergleicht, muss man wissen, ob Dividenden mitgerechnet werden. Das ist kein Detail — über Jahre macht es Dutzende Prozent Unterschied und ist der häufigste Grund für scheinbar „falsche" Vergleiche.
Wählen Sie einen Index und lesen Sie seinen Charakter: Region, Mitgliederzahl, Gewichtung, Typ und die Werte, die ihn dominieren. Die Schwergewichte vertiefen wir in der nächsten Lektion.
Drei Gedanken, bevor wir tiefer in ihre Zusammensetzung schauen.
Breite (S&P 500), Technologie (Nasdaq), Blue Chips (Dow), Deutschland (DAX), Eurozone (EuroStoxx). Der Stand sagt nur im Kontext seines Korbs etwas aus.
Die meisten sind Kursindizes; der DAX ist ein Performanceindex inklusive Dividenden. Beim Vergleich immer denselben Typ verwenden.
Als einer der letzten großen Indizes ist er kursgewichtet — die teuerste Aktie zählt am meisten, nicht die größte Firma.